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Gartentagebuch 2013 Tagebuch:   '17 - '16 - '15 - '14 - '13 - '12 - '11 - '10 - '09 - '08   
Auswahl Zeitraum:
Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November || letzte 15 Einträge ||


Fotogalerie 2013
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22.11.2013

Wir wünschen alles Gute bis zur nächsten Saison

Das Bild zeigt unsere letzten nachgereiften Tomaten. Seit Mitte Juli hatten wir jeden Morgen einige frische Tomaten zum Frühstück und abends oft einen Tomatensalat. Am Wochenende wird nun leider damit Schluss sein und wir müssen auf das Eingekochte zurückgreifen. Gleichzeitig schließen wir für dieses Jahr das Tagebuch und wünschen unseren Lesern ruhige Wintermonate.

Wer mag kann schon mal schauen, welche Sorten wir für die kommende Saison geplant haben: Die Tabelle wird sich aber bis zum Frühjahr vielleicht noch einige Male ändern.

28.10.2013

Ernte beendet und reichlich Vorräte angelegt

Die Tomaten sind abgeerntet und Zeit eine kurze Bilanz zu ziehen. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen es bereits: Der Geschmack der Tomaten war gut und wesentlich aromatischer als letztes Jahr - aber wir hatten auch schon bessere Jahre. Besonders in den Sommermonaten schmeckten die Tomaten vergleichsweise sauer. Später legte sich dies etwas. Ein Rekord war der Ertrag: rund 125 Kilo von 37 Pflanzen, 30 davon Stabtomaten oder 4,1 Kilo durchschnittlich von jeder Stabtomate, das hatten wir noch nie.

Wir haben daraus gelernt:
- der Boden muss weiter verbessert werden für einen noch besseren Geschmack
- wenig gießen schadet in unserem Garten auf keinen Fall
- ein paar Pflanzen weniger reichen uns auch

24.10.2013

Die Tomatenschwemme nimmt kein Ende

Noch immer gibt es täglich nachgereifte Tomaten zum Frühstück, als Salat oder in leckeren Eintopfessen. Noch nie konnten wir so viele Tomaten ernten. Die Regale im Keller sind voll mit eingeweckten Tomaten, die Tiefkühltruhe fasst kaum noch etwas. Und immer noch hängen ein paar Kilo unreifer Früchte an einigen Sträuchern. Pro Strauch werden wir wohl ca. 4 Kilo Tomaten im Schnitt geerntet haben. Rekordhalter war die Kaukasus-Tomate Nato, die einen Ertrag von 7,6 Kilo erbrachte.

11.10.2013

Tomaten-Nährstoffe: Magnesium

Im Blattgrün der Pflanzen, dem Chlorophyll, ist Magnesium zu etwa 2 % enthalten. Dort bildet es das Zentralatom des Chlorophylls.

Bei einem Mangel an Magnesium, kann der Blattfarbstoff nicht in ausreichender Menge gebildet werden. Die Pflanzen etiolieren ähnlich wie bei Lichtmangel, der ebenfalls zu einer unzureichenden Chlorophyll-Produktion führt. Etiolieren heißt ein deutlich beschleunigtes Längenwachstum, mit dem die Pflanze versucht, an eine Lichtquelle zu kommen. Umgangssprachlich wird es auch “Vergeilen” genannt. Magnesiummangel zeigt sich weiterhin an den Blättern, die zwischen den Blattadern gelb und später braun werden. Die Tomate zieht das Magnesium aus älteren Blättern ab und baut es in die jüngeren Blätter ein. Ein Mangel kann entweder durch die Auslaugung des Bodens oder durch einen zu hohen pH-Wert hervorgerufen werden, der die Aufnahme durch die Pflanze behindert. Ein Bodentest kann darüber Aufschluss geben. Ist der pH-Wert normal, kann Magnesium durch Gabe von Bittersalz dem Boden zugeführt werden.

Bei einem Überschuß an Magnesium kann es zu einer Störung der Aufnahme anderer Nährstoffe kommen.

06.10.2013

Nachreif-Experiment mißlungen?

Um ehrlich zu sein, ich hatte etwas anderes erwartet. Das Einpacken in Zeitungspapier sollte die geringen Mengen Ethylen (Ethen) festhalten, die die reifende Tomate ausstößt. Ethylen ist quasi ein "Reifungshormon". Aus dem gleichen Grund soll man auch reife Äpfel oder anderes Obst neben unreife Tomaten legen. Reife Äpfel sollen ausreichende Mengen Ethylen absondern, um die Tomatenreifung zu stimulieren.

Nun, das Bild zeigt, so einfach lassen Theorie und Praxis sich nicht vereinigen. Aber das hat auch sein Gutes. Hätte das Einwickeln tatsächlich viel gebracht, hätte ich alle grünen Tomaten (siehe Bild von gestern) einwickeln und ab und zu wieder auspacken müssen. Uneingewickelt reicht ein kurzer Blick, um reife oder faule Früchte schnell aussortieren zu können.
(Der Vollständigkeit halber: auch die Tomate am Strauch ist noch völlig grün - wie zu erwarten war).

05.10.2013

Doch noch Braunfäule

Ich hatte kaum noch damit gerechnet, aber nun ist sie doch da - die Braunfäule. Und die Sträucher hängen noch voll mit unreifen Früchten. Von den betroffenen bzw. gefährdeten Pflanzen wurden etwa 10 Kilo grüne Tomaten abgenommen und zum Nachreifen ausgelegt. Grob geschätzt hängen nochmals 10 Kilo an den weniger gefährdeten Pflanzen.

29.09.2013

Nachreif-Experiment

Es ist unwahrscheinlich, dass die Mehrzahl der noch am Strauch befindlichen Tomaten ausreifen wird. Doch was ist besser: sie vorerst weiter am Strauch zu belassen (es könnte ja einen "goldenen Oktober" geben) oder jetzt abzunehmen und nachreifen zu lassen? Und wenn Nachreifen lassen, wie? In Zeitung gewickelt, wie oft vorgeschlagen wird, oder einfach nur auf die Fensterbank legen?

Wir machen ein Experiment mit drei unreifen Tomaten der Sorte "Morgentau".
1 - eine bleibt am Strauch
2 - eine wird auf die Fensterbank gelegt
3 - eine wird in Zeitungspapier gewickelt und kommt ebenfalls auf die Fensterbank

Nach einer Woche wollen wir nachschauen, wie sich die drei Exemplare entwickelt haben.

26.09.2013

Schon jetzt ein Rekordjahr

Keine Braunfäule 2013 - das ist kein Rekord, sondern nur die Einstellung eines Rekords - wenn man das überhaupt so sagen kann. Wir hatten bereits im Jahr 2009 keine Braunfäule. Dass jetzt noch die Fäule zuschlagen kann, ist eher unwahrscheinlich.

Der eigentliche Rekord ist die Erntemenge pro Pflanze. Umgerechnet auf jede Stabtomate (die Busch- und Wildtomaten lassen wir mal aussen vor) haben wir bereits knapp 3 Kilogramm geerntet - und das ist noch nicht alles (Bild). Die Sträucher hängen weiterhin voll mit leider noch unreifen Früchten. Der bisher trübe und kühle September hat dazu beigetragen, dass sie nicht ausreifen.

Der Wermutstropfen ist der Geschmack. Nach meiner Geschmacks-Erinnerung hatten wir bereits bessere Jahre - natürlich auch schlechtere. „Rien ne va plus“ für 2013. Für 2014 habe ich mir eine pH-Bestimmung des Bodens und eine angepasste Kalkung vorgenommen.

25.09.2013

Tomaten-Nährstoffe: Kali (Kalium)

Kali (Kalium) ist ein leicht löslicher Hauptdünger und verstärkt bei Pflanzen die Stoffwechselprozesse: Die Photosynthese wird intensiviert, die Umwandlung von Traubenzucker (Glucose) in Stärke und der Aufbau von Eiweiß beschleunigt. Er fördert Geschmack, Lagerfähigkeit, Reife und Süße von Tomaten. Eine ausreichende Kalidüngung bewirkt weiterhin eine bessere Anpassung der Pflanze an Trockenheit und Frosthärte. Indirekt wird die Standfestigkeit der Pflanzen erhöht.

Bei Mangel verdunsten die Pflanzen mehr Wasser, dadurch erschlaffen die Pflanzen schneller, die Blattränder und -spitzen verfärben sich braun und trocknen ein. Die älteren Blätter sind am stärksten betroffen. Reifende Tomaten können scheckig aussehen: Wikimedia Commons-Bild

Ein Kalimangel tritt besonders leicht bei feuchten, sandigen Böden auf. Abhilfe erfolgt durch Gaben von Gesteinsmehl, Holzasche, Dung bzw. Mist oder durch spezielle Kalidünger. Sandböden können durch Lehm- oder Tonboden aufgewertet werden, damit sie das Kali besser halten können.

Eine Überdüngung führt zu Wachstumshemmungen. Magnesium und Kalk können dadurch festgelegt werden, d.h. die Pflanze leidet dann unter Magnesium- und Kalkmangel.

06.09.2013

Ein ertragreiches Jahr

Nur in zwei vergangenen Anbaujahren (2008 und 2009) hatten wir Anfang September noch keine Braunfäule. 2013 ist nun das dritte Jahr. Die Sträucher hängen noch voll mit halb- und unreifen Tomaten. Und doch haben wir schon mehr geerntet als im vergangenen Jahr. Zumindest vom Ertrag her scheint es ein sehr gutes Jahr zu werden.

Das Tomatenzelt hat sich bestens bewährt. Das Dach lässt sich in kurzer Zeit schliessen und wieder öffnen. Allerdings bringe ich das Ausbleiben der Braunfäule nur teilweise mit der Überdachung in Zusammenhang. Entscheidender waren sicher die Witterungsverhältnisse.

01.09.2013

Tomaten-Nährstoffe: Phosphor

Phosphor erfüllt verschiedene essentielle Funktionen beim Aufbau und Metabolismus von Lebewesen. Die Trockenmasse von Pflanzen enthält ca. 0,2 % Phosphor. Um den im Boden vorkommenden Phosphor für den Stoffwechsel verfügbar zu machen, muss organisch oder anorganisch gebundener Phosphor als Phosphat freigesetzt werden. Viele Mikroorganismen, Pilze und Pflanzen geben daher Enzyme in den Boden ab, die für diese Umwandlung sorgen.

Ein Phosphor-Mangel führt zu später und kleiner Blüte. Die Blattadern und Stiele älterer Blätter werden rötlich. Die Oberseite sieht schmutzig-grün bis bräunlich-violett aus (siehe Bild). Blätter und Stängel fühlen sich starr an. Es werden wenig Früchte ausgebildete.

Auch ein Überschuss führt zu Wachstumsstörungen, hauptsächlich weil zu viel Phosphor die Aufnahme von Eisen und Kupfer durch die Pflanze verhindert. Bei einer Überprüfung niederösterreichischer Gartenbesitzer zeigte sich, dass bei der Mehrzahl der Gemüsegärten viermal so viel Phosphor im Boden vorhanden war, wie benötigt wurde. Ursache ist meist eine Überdüngung mit stark Phosphat-haltigen Düngern.

28.08.2013

Tomaten-Nährstoffe: Stickstoff

Stickstoff ist ein essentieller Bestandteil jeder organischen Materie. Wachstum ist ohne Stickstoff nicht möglich. Pflanzen nehmen ihn in Form von Ammonium- oder Nitratsalzen auf. Dem Boden wird Stickstoff in erster Linie als Kompost zugeführt. Da er im Kompost organisch gebunden ist und nur langsam pflanzenverfügbar, d.h. mineralisiert wird, ist bei der Düngung von Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf im allgemeinen eine zusätzliche Gabe Stickstoff notwendig, z.B. Hornspäne oder Mist. Rein mineralische Stickstoffdüngung ist aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert.

Eine optimale Stickstoff-Versorgung wird angezeigt durch dunkelgrüne, feste Blätter.

Ein Stickstoffmangel äußert sich in erster Linie durch reduziertes Wachstum und hellgrüne bis gelbliche Blätter. Die Früchte bleiben klein und die Pflanzen sehen kümmerlich aus. Abhilfe erfolgt z.B. durch Ausbringen von Hornspänen, Gründünger, Brennesseljauche, Guano oder organischem Dünger mit Langzeitwirkung.

Bei Tomaten erfolgt leicht eine Überdüngung mit Stickstoff. Die Pflanzen schießen dann in die Höhe und bilden oben viele neue Blätter, die sich nach unten einrollen und wie Schöpfe aussehen (Schopfbildung). Sie verlieren ihre Festigkeit und sind damit anfällig für Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten. Auch der Wind kann ihnen leichter etwas anhaben. Die starke Blattbildung geht zu Lasten der Bildung von Blüten und Früchten. Das Ausbringen von gehäckseltem Stroh kann die Auswirkungen einer Stickstoff-Überdüngung mindern, da das Stroh den Stickstoff an sich bindet.

24.08.2013

Tomaten-Nährstoffe: Calcium (Kalzium, Kalk)

Aus gegebenem Anlass (auffallend viele Früchte mit Blütenendfäule) möchte ich in lockerer Folge einige wichtige Tomaten-Nährstoffe vorstellen. Wir beginnen mit Calcium oder Kalzium; chem. "Ca", das einen direkten Bezug zur Blütenendfäule hat.

Calcium ist ein wichtiger Bestandteil von Pflanzen und Boden. Es steuert viele biochemische Prozesse der Pflanze, festigt die Zellwände, regt das Bodenleben an, bindet Säuren im Boden, hilft abgestorbene Pflanzenbestandteile abzubauen, sorgt für eine lockere Krümelstruktur und vieles mehr.

Calcium wird dem Boden durch Kalkung zugeführt. Dadurch wird auch der pH-Wert des Bodens verändert, je mehr Kalk, um so höher wird er. Optimale Werte für Sandboden: pH 5,5 (Vorsicht, Sandböden vertragen nur geringe Mengen). Je nach Sandanteil sollten lehmige oder tonige Böden auf pH 6 - 7 angereichert werden. Kalk besser nicht zusammen mit Stallmist ausbringen, denn Kalk treibt Stickstoff in Form von Ammoniakgas aus dem Mist heraus.

Ein Mangel an Kalk verursacht an jungen Blättern das Gelbwerden (Chlorose). Ältere Blätter bleiben grün. Das Wurzelwachstum ist verringert und das Auftreten der Blütenendfäule wird begünstigt. Außerdem benötigen Tomaten zur Ausbildung eines guten Geschmackes reichlich verfügbares Calcium. Ein Ca-Mangel kann auch durch Überdüngung mit Kalium und/oder Magnesium hervorgerufen werden.

Eine Überdüngung mit Kalk macht den Boden stark alkalisch (> pH 8) und verdrängt das Kali. Dadurch wird das Wachstum begrenzt und es wird das Auftreten der Grünkragigkeit begünstigt.

22.08.2013

Tomatengeschmack - Zwischenbilanz

Fast jedes Jahr hat uns der Tomatenanbau geschmacklich einige Überraschungen gebracht. So auch dieses Jahr wieder. Dass dabei der Geschmack stark von den Anbaubedingungen abhängt, zeigt sich immer deutlicher. Leider nehmen viele Anbau-Parameter Einfluss auf das Aroma und einige (wie z.B. das Wetter) sind nicht beeinflussbar. So ist kaum eindeutig feststellbar, was in dem einem oder anderen Jahr entscheidend für den Geschmack ist.

In diesem Jahr hatten die Tomaten ein deutlich besseres Aroma als vergangenes Jahr - aber sie waren durchweg recht sauer. Das gilt für fast alle Sorten und hat auch wenig mit dem Reifegrad zu tun. Selbst vollreife Fleischtomaten hatten sehr viel Fruchtsäuren. Eigentlich mag ich den leicht säuerlichen Geschmack und ein Tomate ohne Säure schmeckt für mich fad. Doch in diesem Jahr ist es ein wenig zuviel des Guten. Zusammenfassend: bisher war es ein gutes, aber kein hervorragendes Tomatenjahr.

17.08.2013

Eine tolle Tomatensuppe

Mitte August ist die Zeit, in der die meisten Tomaten reif werden. Was tun mit soviel Tomaten? Verschiedene Möglichkeiten haben wir ausprobiert. Eine der besten ist, einkochen und für die spätere Zubereitung einer sehr leckeren Tomatensuppe aufbewahren. Hier das Rezept:

Zutaten:
- etwa 2 kg reife und kleingeschnittene Tomaten (Bild)
- 3 Esslöffel Öl
- 2 große Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen
- frisch gemahlener Pfeffer
- 1 Esslöffel Rinderbrühe

Die Zwiebeln werden mit dem Knoblauch und Pfeffer im Öl angebraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Danach die Tomaten und die Rinderbrühe hinzufügen und alles ca. 15 min gut durchköcheln. Dann mit einem Pürierstab homogenisieren und anschließend heiß in Schraubgläser füllen, zuschrauben und die Gläser auf den Kopf stellen. Wenn am nächsten Tag die Deckel nach innen gewölbt sind, ist die Konserve mehrere Jahre haltbar.

Für die Zubereitung der leckeren Tomatensuppe braucht man nur noch das Einmachglas zu öffnen und 10 Gramm Frischkäse (wir nehmen die Doppelrahmstufe) pro 100 Gramm eingekochter Tomaten hinzuzufügen, erwärmen - und eigentlich fertig. Aber oben drauf noch einige Croutons, ein paar Basilikumblätter und/oder ein Sahnehäubchen runden die tolle Tomatensuppe ab.
Guten Appetit!