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Tomatenkrankheiten

Krankheiten und Mangelerscheinungen
Pilzerkrankungen:  Kraut- & Braunfäule - Blattfleckenkrankheit

Schädlinge:  Weiße Fliege

Mangelerscheinungen & Überdüngungen:  Blütenendfäule - Chlorose - Grünkragigkeit - Schopfbildung

Fehlbehandlungen: 
Sonnenbrand




Kraut- und Braunfäule
Pilzerkrankung

Die Kraut- und Braunfäule wird durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht. Diese Pilzerkrankung tritt etwa ab Ende Juni besonders nach kühlen und feuchten Nächten und anschliessend feuchtwarmer Witterung auf.

Auf den Blättern, dem Stängel und den Früchten bilden sich braune Flecken, die sich rasch ausbreiten. Unbehandelt stirbt die Pflanze dann in kürzester Zeit völlig ab. Als Behandlung ist nur die schnelle Entfernung und Entsorgung befallener Pflanzenteile und Früchte möglich. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren.

Neben dem Vorhandensein der Pilzsporen (was wohl kaum zu verhindern ist) ist vor allem Feuchtigkeit auf den Blättern eine Voraussetzung für das Auftreten der Fäulnis. Es gilt also die Pflanzen möglichst trocken zu halten. Dazu können folgende Vorsichtsmaßnahmen dienen:

- Tomaten überdachen
- weiten luftigen Pflanzenabstand wählen
- Wasser nur auf den Boden, niemals über die Blätter gießen
- untere Blätter entfernen, damit sie nicht den feuchten Boden berühren können oder vom Spitzwasser beim Gießen benetzt werden
- hilfreich ist auch das Mulchen des Bodens unter der Pflanze
- im Gewächshaus reichlich lüften, damit es nicht zur Taubildung kommt
- regelmäßig ausgeizen, damit die Pflanzen nicht zu dicht werden und viel Luft herankommt
- Tomaten und Kartoffeln möglichst nicht nebeneinander anpflanzen

Die Stärkung der Pflanzen soll ebenfalls das Risiko eines Pilzbefalls herabsetzen. Neben der üblichen Düngung werden als Stärkungsmittel empfohlen u.a.

- Besprühen mit Schachtelhalm-Brühe, verdünnter Magermilch oder Zwiebelschalen-Tee
- Giessen mit 10%iger Milchlösung oder Brennesseljauche
- Fischköpfe ins Pflanzloch geben

Als alleinige Maßnahmen dürften diese allerdings kaum ausreichen.


Blattfleckenkrankheit
Pilzerkrankung

Die Blattfleckenkrankheit wird durch Pilze (septoria lycopersici) hervorgerufen. Diese verursachen ringförmige braune Verfärbungen an den Blättern. Auf der Blattunterseite sind schwarze Sporenbehälter des Pilzes sichtbar, die bei feucht-kühler Wetterlage verschmelzen und somit große Blattflächen zerstören. Der Ernteertrag fällt geringer aus, obwohl die Früchte selbst nicht infiziert wurden. Hohe Luftfeuchte und Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius begünstigen die Erkrankung. Wegen der oft unzureichenden Belüftung sind Kulturen in Gewächshäusern besonders gefährdet. Befallene Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden, da der Pilz ansonsten im Boden oder an Pflanzstäben überwintert.

Eine ähnliche Krankheit ist die Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani).


Weiße Fliege
Schädling


Während Freilandtomaten nur selten von Schädlingen befallen werden, kann es im Gewächshaus schnell zu Problemen mit der „Weißen Fliege“ kommen. Man sollte daher alle zwei bis drei Tage auf Schädlingsbefall prüfen. Die gilt besonders für beheizte Gewächshäuser und solchen, in denen die Weiße Fliege schon im Vorjahr aufgetreten ist. In ungeheizten Gewächshäusern vermehren sich die Schädlinge in der Regel erst bei höheren Temperaturen, die aber schon im Frühjahr schnell erreicht werden können.

Eine Bekämpfung mit Spritzmitteln hat oft keine Wirkung. Erfolgversprechend dagegen ist der Einsatz von Schlupfwespen (Encarsia Formosa). Diese etwa einen halben Millimeter grossen Tierchen, die uns Menschen weder belästigen noch stechen, saugen entweder die Weißen Fliegen aus oder legen ihre Eier in die der Weißen Fliege.

Eine effektive Bekämpfung mit Nützlingen ist nur bei beginnendem Befall möglich. Encarsia Formosa wirkt bei gemäßigten Temperaturen effektiv. Im späteren Kulturverlauf muss der Schädling mit einer individuellen Maßnahmenkombination in Schach gehalten werden, was allerdings nicht einfach ist.

Die Schlupfwespe wird meist auf Pappstreifen geliefert, auf denen die Larven der Weißen Fliege aufgeklebt sind. Aus diesen schwarzgefärbten Puppen schlüpfen dann die Schlupfwespen und breiten sich schnell im Gewächshaus oder Wintergarten aus.

Bestellmöglichkeiten:
www.katzbiotechservices.de
www.re-natur.de
www.nuetzlinge.de


Blütenendfäule
Mangelerscheinung

Bei der Blütenendfäule zeigen die Tomatenfrüchte der Blütenansatzstelle weiche dunkle Flecke (Bild oben). Viele der betroffenen Tomaten fallen daraufhin frühzeitig ab. Die Flecken können aber auch im Laufe der Zeit verholzen (Bild unten). Bei grosszügiger Entfernung der befallenen Stellen lassen sich dann die restlichen Teile der Tomaten ohne grosse Beeinträchtigung des Geschmacks geniessen.

Ursache der Blütenendfäule sind oft Schwankungen in der Wasserversorgung und (auch kurzfristiger) Calciummangel. Begünstigt wird diese Störung durch humusarmen oder zu stark gedüngten Boden. Auch sind bestimmte Tomaten-Sorten anfälliger als andere.




Chlorose
Mangelerscheinung

Chlorose ist ein durch Chlorophyllmangel bedingtes Krankheitssymptom. Die Chlorose geht in der Regel mit einer Gelb- und später Braunfärbung der Blätter einher und führt schliesslich zum Absterben des Blattgewebes. Sie ist meist Zeichen für einen Mangel an Mineralstoffen, besonders Bor, Eisen, Magnesium, Schwefel oder Stickstoff. Ein zu hoher Gehalt an Kochsalz im Boden oder anhaltender Wassermangel sind ebenfalls Ursachen für Chlorose. Im weitergehenden Sinne gehört auch die altersbedingte Gelb- und Braunfärbung im Herbst dazu.

siehe auch "Nährstoffmangel & Blattveränderungen" unter Nährstoffe

Grünkragigkeit
Mangelerscheinung

Grünkragigkeit nennt man das Phänomen, wenn Tomaten an ihrer Oberseite, in der Nähe des Stengels, einen grünen oder gelbgrünen, harten Kragen aufweisen. Diese Stellen sind in der Regel nicht genießbar und müssen entfernt werden.

Die Ursache ist eine nicht ausreichende Versorgung der Pflanze mit Kalium. Das kann an fehlendem Kalium im Boden liegen oder auch an einem Ungleichgewicht von vorhandenen Nährstoffen. Z.B. verhindert ein Überschuß an Stickstoff die Aufnahme von Kalium. Verstärkt wird der Kaliummangel – und die Ausbildung des Grünkragens - durch starke Sonneneinstrahlung, Hitze und fehlendes Blattwerk (z.B. nach zu starkem Ausgeizen oder Entfernen von Blättern).


Schopfbildung
Überdüngung

Zu starke Stickstoff-Düngung führt bei Tomaten zur Verkrüppelung der Triebspitze. Die obersten, neuen Blätter sind dunkelgrün, sehr dicht und rollen sich nach unten ein, so dass sie aussehen wie ein Schopf. Wenn nicht nachgedüngt wird, überwindet die Pflanze oft nach einiger Zeit dieses Stadium wieder - sicher ist das aber nicht.

Mit der Schopfbildung verlieren die Pflanzen ihre Festigkeit und sind damit anfällig für Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten. Auch der Wind kann ihnen leichter etwas anhaben. Die starke Blattbildung geht zu Lasten der Bildung von Blüten und Früchten. Das Ausbringen von gehäckseltem Stroh kann die Auswirkungen einer Stickstoff-Überdüngung mindern, da das Stroh den Stickstoff an sich bindet.



Sonnenbrand
Behandlungsfehler

Sonnenbrand auf den Blättern ist keine Krankheit - jedoch leider ein Phänomen, was häufig auftritt, wenn die jungen Pflanzen zu viel Sonne abkriegen, ohne ausreichend daran gewöhnt worden zu sein.